Siemens iQ700 Geschirrspüler

Die iQ700 ist die Oberklasse von Siemens. Im Mittelpunkt steht die Zeolith-Trocknung, dazu kommen sehr niedrige Geräuschwerte, Innenbeleuchtung und die flexibelsten Körbe der Marke. Hier liest du, wann sich das rechnet.

Aktualisiert im Oktober 2026. Lesezeit etwa 5 Minuten. Von der Redaktion.

Kurz gesagt

Ein Siemens iQ700 Geschirrspüler trocknet dank Zeolith auch Kunststoff zuverlässig, arbeitet mit ca. 37–42 dB sehr leise und bietet je nach Modell Innenbeleuchtung, timeLight und Premium-Körbe. Er lohnt sich für offene Küchen, Haushalte mit viel Kunststoffgeschirr und Käufer, die lange Freude an einem gut ausgestatteten Gerät haben wollen. Wer vor allem sauber spülen will, bekommt mit der iQ300 oder iQ500 deutlich mehr fürs Geld.

Die Topserie im Siemens-Programm

Innerhalb der Siemens-Geschirrspüler steht die iQ700 an der Spitze. Darunter folgen die iQ500 mit Komfortausstattung, die iQ300 als Mittelklasse und die iQ100 als Einstieg. Hersteller ist die BSH, deren Bosch-Pendant die Serie 8 ist. Beide Marken nutzen in der Oberklasse vergleichbare Technik, unterscheiden sich aber in Design, Bedienung und Details.

Preislich beginnt die iQ700 je nach Bauform und Händler bei etwa 1.000 €; gut ausgestattete Modelle liegen deutlich darüber. Vorjahresmodelle sind oft spürbar günstiger und technisch nahezu gleich.

Siemens iQ700 Geschirrspüler: Ausstattung im Überblick

Typische Ausstattung, je nach Modell und Generation abweichend; maßgeblich ist das Datenblatt
MerkmaliQ500iQ700
TrocknungWärmetauscher, je nach Modell TüröffnungZeolith, je nach Modell kombiniert mit Türöffnung
Lautstärkeca. 40–44 dBca. 37–42 dB
Innenbeleuchtungseltenhäufig (emotionLight)
Restzeit (vollintegriert)häufig timeLightmeist timeLight
Körbeflexibel, varioSchublade ProPremium-Körbe mit vielen Verstelloptionen
Energieklasse (60 cm)meist C bis Ameist B bis A
Grifflose Küchenje nach Modellhäufig openAssist
Preisca. 700–1.000 €ab etwa 1.000 €

Zeolith-Trocknung: der Kern der iQ700

Zeolith ist ein Mineral, das Wasserdampf aufnimmt und dabei Wärme abgibt. Im Gerätesockel sitzt ein Behälter mit Zeolith-Kügelchen. Während des Spülgangs wird feuchte Luft durch das Granulat geleitet; das Zeolith bindet die Feuchtigkeit und erwärmt die Luft, die zurück in den Innenraum strömt. Am Ende ist die Luft trockener und wärmer, und das Geschirr trocknet schneller – auch Kunststoff, der bei klassischer Kondensationstrocknung oft feucht bleibt.

Im nächsten Spülgang wird das Zeolith beim Aufheizen wieder getrocknet und ist erneut einsatzbereit. Das Material verschleißt nach Herstellerangaben über die Lebensdauer des Geräts nicht und muss nicht nachgefüllt werden. Die gewonnene Wärme senkt zudem den Energiebedarf, was zu den guten Energieklassen beiträgt. Ausführlich erklärt im Ratgeber Zeolith im Geschirrspüler.

Komfortfunktionen im Alltag

Keine dieser Funktionen spült sauberer. Sie machen das Be- und Entladen angenehmer und das Gerät in einer offenen Küche unauffälliger.

Lautstärke: wie leise ist leise?

Mit ca. 37–42 dB im Eco-Programm gehört die iQ700 zu den leisesten Geschirrspülern am Markt. Je nach Modell gibt es zusätzlich ein Leiseprogramm, das die Pumpleistung drosselt und dafür länger läuft. In einer Wohnküche mit Sofa in Hörweite ist der Unterschied zu einem 46-dB-Gerät deutlich hörbar. Einordnung und Messwerte im Ratgeber leiser Geschirrspüler.

Bauformen und Breiten

Den Schwerpunkt bildet die vollintegrierte 60-cm-Variante, als Faustregel mit dem Präfix SN67…; mehr zu Einbau, Scharnieren und Höhen findest du im Beitrag Siemens Geschirrspüler vollintegriert. Daneben gibt es je nach Generation teilintegrierte und XXL-Varianten. Schmale iQ700-Geräte sind selten oder gar nicht im Angebot. Welche Siemens-Baureihen es in schmal gibt und wie gut sie ausgestattet sind, zeigt die Übersicht Siemens Geschirrspüler 45 cm.

Stärken und Schwächen

Dafür spricht:

Dagegen spricht:

Für wen sich die iQ700 lohnt

Die iQ700 ist sinnvoll, wenn mehrere dieser Punkte zutreffen: offene Küche, viel Kunststoff im Geschirr, täglicher Betrieb, Wunsch nach möglichst langer Nutzung mit gehobener Ausstattung. Trifft nur einer davon zu, ist die iQ500 oft der bessere Kompromiss. Einen markenübergreifenden Blick auf die Oberklasse bietet der Ratgeber Premium-Geschirrspüler.

Vor dem Kauf solltest du im Datenblatt gezielt prüfen, ob das gewählte Modell wirklich Zeolith besitzt, ob emotionLight und timeLight enthalten sind und welche Nischenhöhe gefordert ist. Gerade bei Händler-Sondermodellen fehlen manchmal einzelne Merkmale, obwohl die Baureihe gleich ist. Die Energiewerte findest du zusätzlich im EPREL-Eintrag über den QR-Code auf dem Label.

Service und Ersatzteile laufen wie bei allen Siemens-Geräten über den BSH-Kundendienst; die E-Nr. auf dem Typenschild an der Türinnenkante identifiziert das Gerät eindeutig. Neben der gesetzlichen Gewährleistung lohnt ein Blick auf aktuelle Garantieaktionen des Herstellers.

Häufige Fragen

Muss das Zeolith irgendwann getauscht werden?

Nein. Das Zeolith wird bei jedem Spülgang wieder getrocknet und ist nach Herstellerangaben für die gesamte Lebensdauer des Geräts ausgelegt.

Ist die iQ700 die Siemens-Variante der Bosch Serie 8?

Beide sind die Oberklasse der BSH-Marken und nutzen vergleichbare Technik. Ausstattung, Design und Programmnamen unterscheiden sich, deshalb lohnt der direkte Vergleich der Datenblätter.

Trocknet die iQ700 Kunststoff wirklich vollständig?

Meist deutlich besser als Geräte ohne Zeolith. Bei sehr dünnwandigen Teilen oder Vertiefungen, in denen Wasser stehen bleibt, können trotzdem einzelne Tropfen zurückbleiben.

Lohnt sich ein iQ700-Vorjahresmodell?

Oft ja. Die Technik ändert sich zwischen den Jahrgängen meist nur in Details, der Preis sinkt aber spürbar. Achte auf Energieklasse und Ausstattung im Datenblatt.

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