Siemens Geschirrspüler Programme
Eco, auto, Intensiv, Kurz und dazu Optionen wie varioSpeed Plus: Hier erfährst du, was hinter den Siemens-Programmen steckt, wie lange sie laufen und welches du für welches Geschirr nimmst.
Kurz gesagt
Die wichtigsten Siemens Geschirrspüler Programme sind eco 50° als sparsames Standardprogramm, auto 45–65° für gemischte Beladung, Intensiv 70° für eingebrannte Reste und ein Kurz- oder Schnellprogramm für leicht verschmutztes Geschirr. Zusatzfunktionen wie varioSpeed Plus, intensivZone, hygienePlus und extraTrocknen verändern Dauer, Temperatur oder Trocknung. Im Alltag reicht für die meisten Spülgänge eco; auto ist die bequeme Alternative, wenn die Verschmutzung stark schwankt.
Siemens Geschirrspüler Programme im Überblick
Bezeichnungen und Temperaturen können je nach Modell und Generation abweichen. Die folgende Tabelle zeigt die Programme, die bei den Siemens-Geschirrspülern am häufigsten vorkommen:
| Programm | Temperatur ca. | Dauer ca. | Wofür |
|---|---|---|---|
| eco 50° | 45–50 °C | 3–4 Std. | normal verschmutztes Alltagsgeschirr, sparsamstes Programm |
| auto 45–65° | 45–65 °C, sensorgesteuert | ca. 1,5–3 Std. | gemischte Beladung, unbekannte Verschmutzung |
| Intensiv 70° | ca. 70 °C | ca. 2–3 Std. | Töpfe, Pfannen, Angebranntes |
| Kurz 60° / speed | ca. 60 °C | ca. 1 Std. oder weniger | leicht verschmutztes Geschirr, wenig Zeit |
| Glas 40° | ca. 40 °C | ca. 1,5–2 Std. | empfindliche Gläser, leicht verschmutztes Geschirr |
| silence / Leise | ca. 50 °C | länger als eco | Spülen am Abend oder nachts, je nach Modell |
| Vorspülen | kalt | ca. 10–15 Min. | Geschirr, das bis zum nächsten vollen Spülgang wartet |
| Maschinenpflege | hoch | ca. 2 Std. | Reinigung des leeren Geräts, je nach Modell |
eco 50°: warum das lange Programm am wenigsten verbraucht
Das eco-Programm ist seit der EU-Ökodesign-Verordnung bei allen neuen Geschirrspülern das Standardprogramm und die Grundlage für die Angaben auf dem Energielabel. Es spült mit niedriger Temperatur, gleicht das aber durch eine längere Einwirkzeit aus. Das Spülmittel hat mehr Zeit, Fett und Eiweiß zu lösen, die Heizung muss weniger leisten. Ergebnis: Bei normal verschmutztem Geschirr ist die Reinigung gleich gut, der Stromverbrauch aber deutlich niedriger als bei Intensiv oder Kurz.
Die lange Laufzeit ist also kein Fehler. Wer sie stört, kann den Start per Startzeitvorwahl oder Home Connect in die Nacht oder in Zeiten mit Solarstrom legen. Hintergründe im Ratgeber Eco-Programm.
auto: Sensoren entscheiden
Im Automatikprogramm misst ein Trübungssensor, wie verschmutzt das Wasser ist. Daraus berechnet die Steuerung Temperatur, Wassermenge und Dauer. Bei leicht verschmutztem Geschirr läuft das Programm sparsam, bei stark verschmutztem heißer und länger. Für Haushalte, in denen mal Frühstücksgeschirr und mal Bräter in die Maschine kommen, ist auto die bequemste Wahl. Ganz so sparsam wie eco ist es im Mittel meist nicht.
Damit der Sensor zuverlässig arbeitet, solltest du grobe Essensreste abstreifen, das Geschirr aber nicht vorspülen. Ist das Wasser von Anfang an fast klar, wählt die Steuerung ein schwaches Programm, und angetrocknete Reste an einzelnen Teilen bleiben unter Umständen haften.
Intensiv und Kurzprogramme gezielt einsetzen
Das Intensivprogramm ist für angetrocknete, eingebrannte oder stärkehaltige Reste gedacht, etwa Auflaufformen oder Töpfe mit Reis. Für normales Geschirr ist es überdimensioniert und verbraucht unnötig viel Strom.
Kurzprogramme sparen Zeit, aber nicht unbedingt Energie: Weil weniger Zeit zum Einwirken bleibt, wird mit höherer Temperatur gespült. Für leicht verschmutzte Gläser und Tassen sind sie praktisch, für eingetrocknete Essensreste reichen sie oft nicht. Zudem trocknet das Geschirr nach Kurzprogrammen schlechter. Mehr im Ratgeber Kurzprogramm.
Zusatzfunktionen und was sie bewirken
| Option | Wirkung | Sinnvoll, wenn … |
|---|---|---|
| varioSpeed Plus | verkürzt die Laufzeit deutlich, mehr Energie | das Geschirr schnell wieder gebraucht wird |
| intensivZone | höherer Sprühdruck und Temperatur im Unterkorb | Töpfe unten und empfindliches Geschirr oben gemischt werden |
| hygienePlus | höhere Temperatur im Klarspülgang | Schneidbretter, Babyflaschen oder Geschirr bei Krankheit |
| extraTrocknen | höhere Klarspültemperatur, längere Trocknung | viel Kunststoff gespült wird |
| halbe Beladung | weniger Wasser und Energie | nur wenig Geschirr anfällt, je nach Modell |
| Startzeitvorwahl | verzögerter Start | günstiger Strom oder Ruhe am Abend gewünscht ist |
Welche Optionen dein Gerät hat, hängt von der Baureihe ab. Einstiegsgeräte haben meist nur wenige, die höheren Baureihen mehr. Nicht jede Option lässt sich mit jedem Programm kombinieren; die Gebrauchsanweisung enthält eine Tabelle dazu.
Bedienung bei verschiedenen Bauformen
Bei teilintegrierten, Unterbau- und freistehenden Geräten wählst du das Programm an der sichtbaren Blende. Bei vollintegrierten Siemens-Geschirrspülern sitzt das Bedienfeld in der Türkante; du wählst Programm und Optionen bei geöffneter Tür und schließt sie dann innerhalb weniger Sekunden. Der Programmstatus erscheint je nach Modell als Lichtpunkt oder Restzeitprojektion auf dem Boden. Die schmalen Geräte bieten dieselben Programmtypen wie die breiten, wie die Übersicht Siemens Geschirrspüler 45 cm zeigt.
Welches Programm wann?
- Alltag: eco, wenn die Maschine voll ist und du nicht auf das Geschirr wartest.
- Gemischte Ladung: auto, wenn Teller mit leichten und Töpfe mit starken Resten zusammenkommen.
- Grobe Verschmutzung: Intensiv oder eco mit intensivZone.
- Gäste am Abend: Kurzprogramm oder varioSpeed Plus für Gläser und Teller zwischendurch.
- Hygiene: hygienePlus für Babyflaschen oder Schneidbretter.
- Pflege: Maschinenpflege oder Intensiv mit leerem Gerät und Maschinenreiniger etwa alle ein bis zwei Monate, wenn du überwiegend mit niedrigen Temperaturen spülst.
Programmübergreifende Grundlagen findest du im Ratgeber Geschirrspüler-Programme erklärt. Wenn ein Programm abbricht oder ein Fehlercode erscheint, hilft die Übersicht Siemens-Fehlercodes.
Häufige Fragen
Warum dauert das eco-Programm bei Siemens so lange?
Niedrige Temperatur braucht mehr Einwirkzeit, damit das Spülmittel wirkt. So sinkt der Stromverbrauch, ohne dass die Reinigung bei normaler Verschmutzung leidet.
Kann ich ein laufendes Programm abbrechen?
Ja. Je nach Modell hältst du die Starttaste oder eine Reset-Kombination einige Sekunden gedrückt; das Gerät pumpt dann ab. Die genaue Bedienung steht in der Gebrauchsanweisung.
Ist varioSpeed Plus schlecht für das Gerät?
Nein, die Option ist für den regelmäßigen Einsatz ausgelegt. Sie kostet aber mehr Strom, daher ist sie als Dauerlösung nicht sinnvoll.
Welches Programm reinigt am gründlichsten?
Bei starker Verschmutzung das Intensivprogramm. Für normales Geschirr reinigt eco genauso gut, nur langsamer und sparsamer.
Hat jedes Siemens-Gerät dieselben Programme?
Nein. Einstiegsgeräte der iQ100 haben meist vier bis fünf Programme, höhere Baureihen zusätzlich Glas-, Leise- oder Pflegeprogramme. Die Programmübersicht steht in der Gebrauchsanweisung und meist auch auf der Innenseite der Tür.